Hackbraten, Frikadellen & Mett

Hackbraten, Frikadellen & Mett

Die Frikadelle, regional auch Fleischküchle, Fleischpflanzerl, Fleischlaberl, Klops oder Bulette genannt, ist ein gebratenes Fleischklößchen, das in der Alltagsküche des mitteleuropäischen Raums in vielen Variationen weit verbreitet ist.

Der Name Frikadelle ist laut Duden Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Italienischen entlehnt, wo frittadella "Gebratenes" bedeutet. Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wird das Fremdwort Frikandelle bezeugt, das große Ähnlichkeit mit dem französischen fricandeau aufweist, was in der französischen Küche Schnitte aus gebratenem oder geschmortem Kalbfleisch bedeutet.

Etymologisch verwandt ist der Name auch mit Fricassee und den Pommes frites. Wer allerdings heute in den ausländischen Speiselokalen eine "Frikadelle" essen möchte, muss in einer römischen Speisekarte nach einer polpetta suchen, in Madrid nach einer Hamburguesa, in Amsterdam nach einer Fricadel, in Marseille nach einer boulette, in Manchester nach rissole, in Prag nach einem karbanátek, in Stockholm nach einem pannbiff, womit wir eine Frikadellen-Erkundungsreise durch (fast) ganz Europa beendet hätten.

Das älteste Rezept für Frikadellen findet man in Maria Sophia Schellhammers Buch "Die wohlunterwiesene Köchin" von 1697, in dem Bezug auf die Herkunft genommen wird. Damals wurde vornehmlich Kalbfleisch oder Ochsenmark verwendet, wogegen heute meistens gehacktes Rind- und Schweinefleisch zur Herstellung verwendet wird.

Die Ausmaße einer „normalen“, leicht länglichen Frikadelle sind etwa 8 cm x 6 cm x 4 cm. Größere Frikadellen findet man allerdings ebenfalls in Restaurants, wo sie dann als "Hacksteak", "Hackbeefsteak" oder "Deutsches Beefsteak" auf der Speisekarte stehen; oftmals mit einem aufgelegten Spiegelei.


Anzeige pro Seite
Sortieren nach
*
Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand